Zusammen mehr erreichen (Ausgabe #5)

Ausbeutung, Angst und Abschottung – die Zeiten sind düster. Es braucht Veränderung und Veränderung braucht uns. Wir müssen gemeinsam aktiv werden. Hier sind 5 gute Gründe, dich politisch zu organisieren.

–by Levin Weiher

Eins. Energien bündeln

Wenn wir gemeinsam an einem Strang ziehen, können wir viel bewegen. Wir können Ziele erreichen, die für einzelne außer Reichweite liegen. Dafür müssen wir manchmal Kompromisse eingehen, denn eine politische Organisation ohne Widersprüche gibt es nicht. Freiheit und Gleichheit werden nicht in ständiger Harmonie erkämpft. Langfristig zusammen zu arbeiten, ist also nicht immer leicht. Gleichzeitig eröffnet es aber Handlungsmöglichkeiten, ohne die grundlegende Veränderung nicht machbar ist.

Zwei. Voneinander lernen

Um die Welt erfolgreich zu verändern, müssen wir sie verstehen. Sich alleine im Strom der Ereignisse zurechtzufinden, ist jedoch oft überfordernd. Politische Organisationen bieten einen Rahmen, um mit dieser Überforderung umzugehen. Hier können Erfahrungen und Wissen ausgetauscht und dadurch die eigene Situation besser verstanden werden. Wie funktioniert diese Gesellschaft und welche Rolle spiele ich dabei? Gemeinsam können wir es herausfinden.

Drei. Solidarisch handeln

Politische Arbeit ist notwendig, aber auch herausfordernd. Der Alltag ist auch ohne zusätzliche Aufgaben schwer genug. Rechtsextreme und andere Menschenfeinde machen die Sache auch nicht besser. Daher ist es gut, Gleichgesinnte im Rücken zu haben. Zusammen lässt sich jeder Stress leichter durchstehen. Braucht jemand Hilfe, wird ihm oder ihr unter die Arme gegriffen. Niemand sollte mit Ärger und Problemen alleine zurückbleiben.

Vier. Kontakte knüpfen

Jenseits von großen Zielen und konkreten Kämpfen kann es persönlich bereichernd und bestärkend sein, kritische Menschen zu treffen. Menschen, die etwas verändern und die Zumutungen dieser Gesellschaft nicht einfach hinnehmen wollen. Menschen, die auf Frauen*- und Homofeindlichkeit genauso wenig Lust haben, wie auf Rassismus und Antisemitismus. Politische Organisationen können ein Ort sein, an dem die alltägliche Ausgrenzung und Angst schon heute ein Stück weit gebrochen werden.

Fünf. Gemeinsam weitermachen

Wer die Welt verbessern will, braucht einen langen Atem. Menschen ändern sich nicht über Nacht, die Gesellschaft als Ganzes schon gar nicht. Politische Organisationen können helfen, die nötige Kontinuität zu schaffen: Eine Organisation existiert auch weiter, wenn einzelne Mitglieder aufhören, aktiv zu sein. Kommunikationskanäle, Räumlichkeiten, Wissen und vieles mehr bleibt erhalten. So müssen Erfahrungen nicht immer neu gemacht und Ressourcen nicht ständig neu beschafft werden.

Dieser Artikel erschien im Herbst 2019 in der UNTER PALMEN #5 ›Etwas fehlt‹. Du kannst diese und alle weiteren Ausgaben kostenlos bestellen sowie ein ebenfalls kostenloses Abo abschließen.
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Credits für Grafiken & Fotos: Katinka Irrlicht (irrlicht-impressions.com, Instagram @katinkastrophic)

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